KAPITEL VI

                  BILDERBOTSCHAFTEN/ICONICS

Ignoriertes Material?

Beginnend mit 2 Fundstücken, die  dem Fachbereich ARCHÄOLOGIE  entstammen, sind diese beiden Objekte aus sehr unterschiedlichen geographischen Zonen von mir gegenübergestellt und  so der Forschung zur Aufmerksamkeit gebracht worden.  Offenen Fragen betreffen die Datierung sowie nicht ganz schlüssige Erklärungen über Zeitstellungen von fast   370.000 Jahren Überlebensdauer einer  alten unveränderten Formgebung? Hintergrundinformationen liefert zum allgemeinen Verständnis über  die Tan-Tan Figur aus  Marokko, die Webseite von J. HARROD,  USA ORIGINS Net. "Early Paleolithic Art " Image Gallery. 

http://www.originsnet.org/nenatoolsfems/index.htm

Engl.

On 2 objects, both "well studied" from the context of  the archaeological establishment,  found at different regions of this globe,   I have still open questions concerning   detected similarities. Right     after the publication of the Tan-Tan figurine ( 400 000) no mentioning of  an identical already  existing object was to be found in this book.  Pointing  to experts of rockart research this parallel case published 1987 in   "Die Anfänge der Kunst 30 000 years ago"   by H. Müller-Beck and G. Albrecht, in  C. THEISS-VERLAG,Stuttgart, some dating questions remain here unanswered.How does research explain the gap of 370 000 years of form and shape stability to the much later dated ivory carved figure? The above "link" to the website of Dr. Jim Harrod, USA, offers background information about the Tan-Tan- find. My  webpage   deleted   those in 2007 ,since   unfortunately this item  is no longer available for  research .

 

 Im thematischen Vergleich, links die Tan-Tan figur aus Marokko, 400.000Jahre alt . rechts:  Vorder-,Rück-,und Steitenansicht einer angeblichen FRAUENSTATUETTE von 4.5cm Länge auf den Körper beschränkt, ohne Hervorhebung von Details, Elfenbein. Kunstgegenstand aus dem Gravettin 27.000 - 20.000 Jahre vor heute. Objekt ist im Arch. Inst. BRNO. Nicht ganz klar sind die Konturen der Tan-Tan Figur, hier "fehlen" deutliche Attribute von weiblichen Formen, wobei das Elfenbeinstück seitlich betrachtet, recht flach wirkt, aber die Vorderansicht mit der Oberkörperritzung solche Interpretation vielleicht erlaubt. Offen bleibt die Frage nach den Fundumständen und eine fotographische Dokumentation bzw. eine Veröffentlichung der begleitenden Artefakte, nach denen die Datierung erfolgte.

 Engl.Compared is the figure to the left, 6cm in size,  called Tan-Tan from Marokko, dated 400.000 years.Object to the right: 4,5cm in ivory carved and interpreted as a female figurine, no extra details mentioned. The Object is to be located  at the archaeol. Institute BRNO and carries an estimated dating of 27.000-20.000 years. Both objects are flat and female attributions are missing. Open questions dominant here, concern  the Tan-Tan figurines  find circumstances, fotographic illustration of such, and the artifacts involved,  allowing a secure dating.

 

Auch in diesem Sachbuch,  um die breite interessierte Öffentlichkeit zu erreichen, wurde sich im Kapitel 3 mit NORDAFRIKA und die Entstehung von Schmuck und Kunst (400.000 bis 100 000 Jahre v. h.) beschäftigt. Darin war von der "ProtoVenus" , einer   über 230.000 Jahre alten Lava-Skulptur von Berekhat Ram  die Rede, (vgl. www.stoneage-art.de. Kapitel I ), gefunden  auf den     Golanhöhen, und  sehr schön  mit  Bilder von  3 perspektivischen Ansichten vorgestellt; dazu  die Rück-und Vorderansicht der Tan-Tan-Figur.  Daneben  eine ca. 13. 000 Jahre alte Frauenstatuette aus dem Magdalenien - einem Fundplatz aus Frankreich-, von nur 3.1cm Größe, aber NICHT die kleine Elfenbeinschnitzerei aus dem Gravettien, wie oben gezeigt, war diese  vielleicht nicht erkannt zur Zeit der Drucklegung 2001? 

Auch dafür gab  es recht "plausible Erklärungen",  nach meiner Nachfrage.

 Meinsten  sind  es   FAUSTKEILE, welche  zur Abbildung kommen,  immerhin,  für den unvoreingenommenen Betrachter irgendwie interessant,  jedoch  auch "irreführend",  denn sie haben in diesem Falle rein gar nichts mit den Funden aus der unmittelbaren Fundschicht der Tan- Tan- Figur   zu tun. Warum die originalen Faustkeile, nach denen datiert worden ist, es nicht bis hinein in diese Publikation geschafft hatten, versuchte ich selbständig im Jahre  2003  zu klären. Mit damals wenig Erfolg aber mit der Gewissheit,  meine eigenen Funde  über das neue Medium INTERNET zu publizieren.

 Da sind sie nun, meine gesammelten "Werke"und wie ich finde sind es Funde,  denen, die anderswo auftauchen,   nicht absolut " unähnlich"?

IMMERHIN, ist es doch das ZIEL, weltweite Funde im Vergleich zu haben, warum wird das Material hier aus Nord-Deutschland geflissentlich ausgeklammert? Die unzureichenden Erklärungen dafür sind wohlbekannt, aber bringen  doch  mit bewußt  "UEBERSEHENEM MATERIAL " keinen  wirklich globalen Zusammenhang? Ist es tatsächlich noch immer die "ungeliebte Feuerstein-Kunst", die man lieber nicht erwähnen darf? So verweise ich auf die nachfolgenden "Faustkeile", vielleicht erhellen diese ja  das  Verständnis für die tatsächlichen Aktivitäten der Menschen in der Vergangenheit viel, viel mehr?

 Kleines Feuersteinfigürchen, V E N U S ???

   

Feuersteinfigürchen aus Groß-Pampau, mit "Steckspitze"/Flintfigurine from Gr. Pampau site. 

                                          

Engl.

2001 was  the above book published. Containing information on North-African finds of art and more, covering the time span of 400.000 to 100 000 years. Very nicely, in 3 perspective views,   the so called PROTO-ART of the Berekhat-Ram find site at the GOLAN HIGHTS was shown,( see www.stoneage-art.de chapter II) as well as  the Tan-Tanf figurine in back and front side view.  There was also  a 13. 000 year old statuette from France presented in this book, with a Magdalenien dating.However, absent was  the identically carved ivory figure,  from the Gravettien "open air site", like shown above.  

  My inquiry to the Author at that time  brought   plausible explanations. But more so,  it seems always the "handaxe" types, that draw the attentions of  readers? Here, on this book-cover print, one  type  is presented, which has nothing to do with "handaxes" discoveries  at   the Tan-Tan, Morocco  find site.

Seeking  answers in the year  2003, my   results  helped no further, but supported my intentions, to use the new media INTERNET, to publish my own assemblage.

 And here they are now, mostly portable art finds.  What counts more for me is, that  the finds from the northern part of Germany, do not   seem  dissimilar  from   those of the  rest of the world   discovered  and under discussion now? Unclear still is the reason for  "ignoring" the material from  up north (Denmark and Schleswig-Holstein)? The goal in reasearch was, to compare the GLOBAL SPECTRUM OF FINDS FROM THE PAST? Is it still the "unmentionable" flint-stone -ART-? If so kindly,   compare also the handaxe types found in Morocco, now brought to my attention from England.(see below). What now  can those  tell   more or better

about "human activity in prehistorical times?"

MAROKKO  FAUSTKEILE ; EINE KLEINE FUNDAUSWAHL

    A photo of a selection of Middle Acheulian stone implements from the immediate vicinity of the Tan-Tan figurine, recovered from stratigraphic context. Page 406 /CURRENT ANTHROPOLOGY; June 2003,  thanks to the efforts  of Richard Wilson,  England, now forwarded to me on March 14th 2008 to answer  my open questions on "missing" material concerning handaxes found in Morocco. 

 This article   states the importance of Acheulian for north-western Africa in a study  of  same industries in south western Europe. This "explains" indirectly to me, the "French find" presented  in the above book, rather than the Gravettien find from central Europe.  The likelihood, Europe being initially settled via the Strait of Gibraltar  instead  of  eastern Europe, underlines  my very own investigation from the Island of Lanzarote, Spain, since 1989 and  I had    forwarded some "key find photos" to  Robert Bedn, Australia, already on the 25th of December 2001.

 Auf dem kleineren Foto OBEN  ist eine Auswahl von Mittel-Acheulian Steinfunden zusammengestellt, die aus dem stratigraphischen Fundzusammenhang mit der Tan-Tan Figur stammen. Seite 406/CURRENT ANTHROLOLOGY , Juni 2003. Das am 14. März 2008 nun auch mir zur Kenntnis gebrachte "vermisste" Material von Faustkeilen zur Datierung der Tan Tan Figur, verdanke ich R.Wilson aus England.   In diesem Artikel  wird von R. Bednarik  im Zusammenhang mit Fundstellen aus Süd-West-Europa und der Untersuchung von gleichartigen Steinindustrien von dort die These vertreten, daß eine   Besiedlung Europas über die Straße von Gibraltar erfolgte.  Für mich erklärt sich daraus indirekt, warum in dem genannten Buch nun figürliche Funde aus Frankreich  zur Auswahl kamen.  Meine eigenen unabhängigen Untersuchungen  seit 1989 auf der spanischen Insel Lanzarote, wurden bereits  am 25.12. 2001 durch Fotos zur Kenntnis nach Australien  gebracht, und  sind somit voll  in Übereinstimmung mit diesen  Überlegungen.

FAUSTKEILFORM MIT GEWOLLTEN GESICHTSZÜGEN?/  A handaxe-form with facial features from the African desert erodet by sand and wind?

 Schon 1984 erschien in der englischen Originalausgabe ASCENT TO CIVILIZATION bei William Collins Sons & Co Ltd, London, ein Foto des nachstehend gezeigten Fundes, einer Faustkeilform mit Gesichtszügen aus Sandstein.  Beim  Abbild dieses Fundes aus dem nordafrikanischen Wüstenbereich  wurde spekuliert, ob die fehlende Ecken vielleicht  durch Wind und Sand herausgewittert worden sind??? Der Text dieses bekannten Buches,  stammt von J.A.J. GOWLETT und wurde  1985 ins Deutsche übersetzt von Andrea Becker. Als Geschenk erhielt ich das Buch  erst 1993, und erkannte sofort  die Parallelitäten  mit  einem sehr ähnlichen Kopf aus Kalksandstein,  aufgegriffen von mir  in Groß-Pampau, Norddeutschland.  Sie stelle ich hier per Foto gegenüber.

Engl.:

During 1984 an english publication "ASCENT TO CIVILIZATION" was published by William Collins Sons & Co. Ltd, LONDON  showing the next item with facial features fashioned in sand stone.  It was speculated about the  "missing parts" perhaps erodet by weathering?  The text of this known book was by J.A.J. GOWLETT, a well accepted author.  Recognising a paralell find from the Grand-Pampau site here in this book, please  compare below.Straight carved lines cover this object on back and front. Here are facial features as well as on the Africa find, a typology. 

 

 

 

Ein mit Ritzungen oder geraden  Linien versehener Kalksandstein besitzt seine Merkmale auch auf der Rückseitenansicht, wie sie jedoch auf dem  Granit - Fundstück , rechts nicht vorhanden sind.

Im Vergleich

Dieses 19cm große Feuersteinstück setze ich ebenfalls in einen unmittelbaren Formenvergleich zu dem nordafrikanischen Acheuleén Fundstück, dessen Maße leider nicht bekannt sind. Bestätigt, noch unbestätigt bleiben immernoch genauere Angaben zum Fundort dieses afrikanischen Fundobjektes, und die Tatsache, ob es sich hier um einen Streufund handelte? Im Gegensatz dazu, wiederholen sich die Formen auf dem zerstörten Fundplatz von Groß-Pampau bzw. dieser Moräne hier. Der Keil zeigt Randbeschädigungen und wunderschöne Achatbänderung im Gestein, ist ebenfalls rundum beschlagen (Clactonien  oder Alt-Acheuleèn Typologischer Bestand). Dekore sind auch Kunst und als Element mehrfach an anderen Objekten,  ebenfalls   am Material  Stein für diesen Fundplatz belegt.

Engl.

The above flintstone is 19cm in size and has direct form features to the North-African  Acheulian Handaxe found in the desert. Unfortunately the measurements of this find are not given, nor is the exact find site known as well as  undetermined if this object is curated or manuported. This stands in contrast  to the moraine or "destroyed site" of Grand-Pampau, Schleswig-Hostein, where repeated forms are recognised in series. The Grand-Pampau find has Achat-bands to highlight the Clactonian or old Acheuleèn typological occurance and repeats this "wanted decore" on several items from this site.

Auf diesem sehr alten Hornstein ist iconographisch der Gesichsausdruck des Logosteines dieser Webseite fast wiederholt und wird anschließend nochmals auf einer Symbolform in Granit vorgestellt. Damit ist diese Typologie bestätigt und kein "Spiel der Natur", sondern bekommt den wichtigen Status innerhalb dieser Sammlung, als KOPIERUNGSBELEGE    hier für  GEWOLLTTE GESICHTSDARSTELLUNGEN auf diesen  Objekten-Relikten aus dem Paläolithicum.   

Engl. This very old flint type (horn-stein) repeats the facial impression from the " logo-stone" for this webpage. Therefore we have here  no "pareidolia", nor" nature games" and above all, it does   re-present   an  "handaxe" type from the old but well studied typologie.   A direct proof for wanted inconography in the palaeolithic time span.

Foto unten: Länge 19cm.  Eine Ansicht der "Plattform" mit leichten Sollbruchstellen durch Haarlinien Risse. Der  Stein erweckt den Eindruck einer Vorform von Faustkeilen. Der Haarlinien Riss ist über die ganze Seitenlänge zu erkennen, damit ist das Stück vielleicht unvollendet oder bewußt nicht weiter aufgespalten.

Engl. Size 19cm. Photo view from the "plattform" of the stone showing hairline impressions from bottom over at least one side of the object, suggesting here an incompleted shape? This is a well accepted pre-form of handaxes  known  by experts.

  

 

MUSTER SIND AUCH KUNST/ Decoration is art!

Eine "sitzende Gestalt" mit Blick nach rechts, man beachte die "unregelmäßig bearbeitete Kante im Gegensatz zu dem Fundteil darunter, wo eine linke Kante den Eindruck von Einsatz und Gebrauch, also einer  "Werkzeugkante" macht.

 A "sitting person", looking to the right, please consider the irregularly applied traces of workmanship on that side. Compare also to the implement below, there the left side of the item gives the impression of a tool-type.

Gleiches Objekt wie vorher gezeigt, hier die Unterkante/Photo impression of the same object, presenting the bottom part.

Tierfigur mit Vorder-u.Rückseitenansicht/Animal (bear?) viewed from back and front.

 

Beide Objekte haben scharfe Kanten und könnten auch als Werkzeug (Schaber) interpretiert werden. Analysen über Gebrauchspuren fehlen jedoch.

Both implements with rather "sharp" cutting edges, could well be interpreted as "tools", unfortunately the use-wear-analyses are absent.

 

 

Die Büste einer gewollten Figur, Vorder-u. Rückseitenansicht./Bust size figurine presented in back and frontside view.

ZUSAMMENSTELLUNG KLEINER TEILE AUS IDENTISCHEM GESTEIN mit Achatbänderung; AGAIN ASSORTMENT OF SAME MATERIAL IN SMALLER SIZE: SOME IMPLEMENTS WILL BE "SEEN" AS TOOLS, but use-wear-analysis is absent.All pieces achat banded grey flint.

TIERGRUPPE ( KLEINER BÄR UND AFFENKOPF); DAVOR EIN FLACHER ABSCHLAG MIT RETUSCHE: Foto unten: der gleiche "Bär" von der anderen Seite, hier mehr ein junger Löwenkopf?

Group  of animals (little bear and ape-head); in front a larg flat "scraper" with retouched side. Photo below shows the "sitting animal figurine" now viewed from the other side, offering here a "head of a lion" for interpretation?

Bear and Löwen-Kombinationsskulptur. Rückseitenansicht  von der links stehenden Figur oben ./Bear and lion combi-figur.Back side impression of the sculpture standing left,  see photo  with 3 items above.

Zusammenstellung  einiger Stücke aus der "Schwarz-Weiß"-Feuersteinserie

SOME IMPRESSIONS  of  the "black and white" flint series

Muster und Bildkreationen über die Kortexbearbeitung von schwarz-weißem Feuerstein.Viele Fundstücke sind auf anderen Kapiteln nochmals extra herausgestellt.

Pattern and picture creations on black and white flintstone finds,  many objects are shown separat on different chapters.

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